Ganz besonders freute ich mich auf die Herbstferien der Kinder, wenn auch ich eine Woche Ferien hatte, die ich sinnvoll einsetzen wollte. Ich hatte beschlossen, dass es nur einen Ort gibt, an den ich in einer Woche gehen wollte und das ist Whitianga. Am Dienstagmorgen machte ich mich in aller Frühe auf den Weg nach Auckland, das war ein extrem langer Weg von über 8 Stunden Autofahrt, den ich mir mit viel guter Musik und dem einen oder anderen Hörbuch vertrieb. Das Beste am ganzen war die Aussicht, die ich im Tongariro National Park hatte, genauer gesagt auf der Dessert Road, als die Wolken plötzlich aufrissen und den Blick auf schneebedeckte Gipfel freigaben.

 

In Auckland angekommen, traf ich mich wie abgesprochen mit Julien und Annika auf einen Drink. Am nächsten Tag hatten wir einen Ausflug mit zwei weiteren Freunden von Annika geplant, der uns zum Piha Beach und den Kitekite Falls führte.

 

Gegen Donnerstag Mittag holte ich Julien vom Bahnhof in Auckland ab, kurz davor hatte ich noch ein Zusammentreffen mit der Polizei. Ich wollte nämlich gerade fälschlicherweise in eine Strasse abbiegen und wie sich herausstellte, war das Auto hinter mir ein ziviles Polizeiauto. Die zwei Polizisten waren aber sehr freundlich und wollten nur wissen, ob ich mich verfahren hätte und ob sie mir den Weg weisen könnten. Nichtsdestotrotz war ich äusserst froh, als wir Auckland endlich hinter uns liessen, denn mit dieser Stadt kann ich einfach nichts anfangen.

Wir erreichten Whitianga am späteren Abend und bezogen unser Zimmer in der Student Lodge. Anschliessend an ein grosses Hallo mit Irene, Tom, Estrella und Luis, machten wir uns auf den Weg zur Open Night. Ich war ein bisschen nervös, weil ich so halb eine Überraschung für Fa geplant hatte, aber nicht wusste, ob sie gelingen würde. Nunja, ich hätte nicht nervös sein müssen, denn die Überraschung war ein voller Erfolg. Fa flippte so richtig aus, als sie mich sah und erdrückte mich fast mit ihren Umarmungen. Wir hatten eine tolle Open Night, die ganz anders war als die Open Nights die ich bisher gekannt hatte, doch es waren auch nur noch etwa sieben Schüler an der Schule und deshalb war das ganze Feeling anders. Trotzdem fühlte ich mich sofort wieder wie zu Hause und auch mit den Schülern, die ich bisher nicht gekannt hatte, kam ich bestens zurecht. Am Freitagmorgen ging es dann auch nochmals zurück zur Schule, um die Speeches zu sehen und mit den Leuten Zeit zu verbringen. Am Freitagnachmittag dann, begann es zu regnen, es regnete wie aus Kübeln und sollte auch das ganze Wochenende nicht mehr aufhören. Am Freitagabend gingen wir in den Pub um Niels letzten Abend zu feiern und am Samstagmittag assen wir alle zusammen Thailändisch in einem Restaurant. Den Rest der Zeit verbrachten wir wetterbedingt mehr oder weniger drinnen in der Lodge. Am Sonntag nahm Julien den Bus zurück nach Auckland und ich ging zusammen mit Fa und Jiri ins Kino. Dabei überraschte Fa mich ihrerseits, da auch Aimi ins Kino kam, eine Japanerin, die ich immernoch auf Reisen geglaubt hatte. Am Montagmorgen ging ich noch einmal zur Schule, um mich von allen zu verabschieden, bevor ich mich auf die neunstündige Rückfahrt nach Wellington machte. Obwohl ich nicht in Whitianga nicht viel machen konnte, war es die beste Entscheidung zurück zu gehen, denn ich hatte „zu Hause“ schrecklich vermisst.

 

2 Kommentare

  1. Salü Sabrina, hmmmmm, mich dunkt, wenn du Heiweh häsch, denn nur nach Whitianga!!! Aber es isch halt au en super tolli Zyt dete gsi, was du ganz am Afang au nöd grad denkt häsch! Ich finds so schön, dass du en chlini Heimet det gfunde häsch, wohi du immer gern wieder gohsch oder au seeeehr gern zrugg denksch.
    Sind eifach mega toll, dini Bricht, sie verzellet sooo viel vo dim „Alltagslebe“ und mich nimmts jo au würklich wunder, was du erlebsch und natürlich au, was du no vor häsch!!
    Jetzt chunt jo Australie uf dich zue; wieder es neus Land, wieder viel Spannends und Erfreulichs hoffentlich!!!
    Ich wünsch dir vo Herze en gueti, abentürlich-schöni Zyt witerhin.
    Gaaanz en liebe Knuddel mit Küssli
    dis Gotti

    1. Heyy Du :-*
      Jah das isch würkli so… wenni über dihei in Neuseeland nahdenke denn isches immer Whitianga. 🙂

      Hihi jah, mengisch bini vilicht au chli gaar usschweifend, mit mine Schilderige. Aber versuech mich churz zfasse.
      Han jetzt au grad de letscht Bricht underem Motto „die letschte 5 Monet“ ufeglade… somit schlüssi das grad schön ab, bevor ich uf Australie verschwind und det es neus Kapitel aafangt.

      Ich wünsch dir au ganz e gueti Ziit!
      Knuddel zrug
      Sabrina

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