Ich sitze auf meinem Platz im Flugzeug direkt am Fenster und schaue hinaus in den strahlend blauen Himmel. Eine flauschig, weisse Wolkendecke trennt uns vom Rest der Welt und alles scheint friedlich. Ich habe eine ganze Sitzreihe für mich alleine und nutze die Freiheit und breite mich auf die Sitze aus. Meine Gedanken driften ab.

Es ist unglaublich, ich weiss ich wiederhole mich, aber es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergangen ist. Ich weiss nicht genau, wie oft ich in den letzten paar Wochen gefragt wurde, ob ich schon nervös sei. Aber irgendwie war ich bis zum Tag der Abreise nie wirklich nervös. Zwischendurch hatte ich vielleicht mal einen kurzen „Nervositätsschub“, aber im Grossen und Ganzen, war ich extrem entspannt. Ganz einfach deshalb, weil ich es nie wirklich realisiert habe, dass es tatsächlich losgeht. Zu lange schon habe ich auf diese Reise gewartet und mich darauf gefreut, so dass es sich so kurz vor der Abreise nicht viel anders angefühlt hat als in den Monaten zuvor.

Heute Morgen bin ich dann extra früh aufgestanden, um noch meinen Papi zu verabschieden, da er leider Schule geben musste und nicht mit an den Flughafen kommen konnte. Danach machte ich mich gemütlich bereit, sodass wir um ca. 9.00 Uhr zum Flughafen aufbrechen konnten. Begleitet wurde ich von Mami und meinem Bruder und als Überraschungsgast bekam ich auch noch von meinem Gotti Besuch, was mich sehr gefreut hat!
Laut einem Hinweis von Swiss, wurde mir empfohlen, dass ich wegen meinem Flug in die USA früh genug am Flughafen sein sollte. So waren wir wie empfohlen 3 Stunden vor Abflug dort. Wie erwartet dauerte das Einchecken keine 20 Minuten und danach hatten wir genug Zeit um noch gemütlich etwas trinken zu gehen und uns zu verabschieden.

Der Abschied war schon etwas schwer, aber so richtig klargeworden ist es mir erst hier im Flugzeug. Ich werde über ein Jahr weg sein, meine Familie und meine Freunde alle ein ganzes Jahr nicht sehen. Wieso genau mache ich das eigentlich? Wenn ich mir nicht so sicher gewesen wäre, dass ich das wirklich machen will und es nicht schon seit so langer Zeit geplant hätte, wäre ich in diesem Moment vermutlich wieder aus dem Flugzeug gestiegen. Was ich natürlich nicht getan habe. Offensichtlich.
Jetzt bin ich tatsächlich auf dem Weg nach Neuseeland. Und während das Flugzeug irgendwo über Kanada Richtung San Francisco fliegt, steigt die Vorfreude auf das Bevorstehende mehr und mehr.

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