Schon seit einer Woche bin ich nun in Whitianga (welches übrigens mehr als Fitianga ausgesprochen wird) und es gefällt mir hier wirklich sehr gut.

Am Montag war der erste Schultag und meine Hostmum setzte mich pünktlich um 8.40 bei der Schule ab. Dort wurde ich sofort freundlich von Kim dem Eigentümer empfangen. Er stellte mir den Rest des Teams vor und danach wurden die zwei anderen neuen Schüler und ich von allen herzlich mit einem Maori-Lied in die COLC Familie aufgenommen. Nach einem kurzen Einstufungstest machten wir mit Kim eine Rundfahrt durch die Stadt und die Umgebung. Kim zeigte uns dabei nicht nur die besten Pubs und Cafés sondern erzählte auch allerlei über die Geschichte von Whitianga und die Bemühungen der Schule sich für die Natur und die Kiwis in der Umgebung einzusetzen.

Am Nachmittag startete dann der Unterricht und so nahm alles seinen Lauf. Ich wurde in die Advanced Class eingestuft, was sehr gut ist. Vor Weihnachten werde ich dann aber vermutlich die Klasse wechseln müssen, da dann zu wenige Schüler in der Advanced Class wären und diese dann nicht mehr stattfindet.

Unterricht haben wir am Morgen von 9.00 – 10.40 und nach der Pause von 11.00 bis 12.00 Uhr Unterricht. In der Mittagspause haben wir jeweils ein Schul-Taxi, wo jemand von der Schule, meistens Tom durch die Schule rennt, „Lunch Taxi“ schreit und die, die wollen dann in einem der Busse der Schule ins Zentrum fährt um Lunch zu kaufen oder dort zu essen. Wir haben aber auch in der Schule die Möglichkeit Dinge aufzuwärmen und unseren Lunch selber mitzubringen. Der Nachmittagsunterricht beginnt um 13.15 Uhr und dauert bis 14.45.

Zurzeit habe ich Morning und Afternoon Lessons, aber ich werde schon bald in die Activity Class wechseln, wo wir Dienstag-, Mittwoch- und Donnerstagnachmittag verschiedene Aktivitäten machen können.

Ich habe schon sehr schnell festgestellt, dass das Coromandel Outdoor Language Centre nicht wie jede andere Schule ist. Zum einen sind da einmal die Lehrer, ich habe im Moment 3 verschiedene Lehrpersonen und alle sind auf ihre Art einzigartig. Was aber alle gemeinsam haben, ist ihre schier endlose Motivation und die gute Laune, mit der sie jeden Tag starten. Zudem sind es nicht einfach nur Lehrer, sie sind auch voll im Freizeitprogramm integriert und es ist nicht selten, dass man sie am Abend ebenfalls im Pub auf einen Drink antrifft. Auf der anderen Seite ist aber auch der Lern-Stil am COLC völlig anders als an anderen Schulen. Wenn schönes Wetter ist, gehen wir nach draussen und halten die Lektion im Freien ab, oder machen draussen einen kleinen Postenlauf um das Voci zu repetieren, das wir am Vortag gelernt haben. Alles in allem herrscht am COLC eine total lockere und familiäre Atmosphäre.

Am Mittwoch war Quiz Night im lokalen Pub. In Gruppen von bis zu acht Spielern, kann man an dem Quiz mitmachen und am Schluss sogar einen kleinen Geldpreis gewinnen. Für uns Schüler sind die Fragen, die oft Neuseeland bezogen sind zwar etwas schwierig zu beantworten, doch die Lehrer waren diese Woche das zweite Mal in Folge auf dem ersten Platz.

Jeden Donnerstag ist Open Night. Das ist immer eine Art kleine Party, die normalerweise in der Schule stattfindet und die jeweils unter einem besonderen Motto steht. So könnte zum Beispiel eine Swiss Food Night, oder eine Halloween Night auf dem Programm stehen. Diese Woche gingen wir in ein indisches Restaurant. Zwei Schüler verliessen uns nach 18 Wochen diesen Freitag und zum Abschluss gingen wir Essen. Anschliessend gingen wir alle ins gegenüberliegende Pub, wo wie jede Woche die Karaoke Night stattfand. Das war auch mein Untergang, denn wie die anderen Schüler mir liebenswürdigerweise mitteilten, ist es am COLC Tradition, dass die neuen Schüler Karaoke sangen. Da ich nicht auf die Alternative zurückgreifen und allen eine Runde ausgeben wollte, ergab ich mich schliesslich in mein Schicksal und sang Lemon Tree, wobei mich die anderen alle lautstark unterstützten.

Der Freitagnachmittag ist immer für alle frei. Vor dem Mittagessen am Freitag verabschiedeten wir die fünf Schüler, die uns diese Woche verliessen. Dazu hält immer ein Lehrer eine Rede und dann hat man als Schüler selber das Wort. Als Abschluss singen wir dann den Goodbye-Song. Nach dem Mittagessen hatte ich einen Termin auf der Bank um ein Konto zu eröffnen.

Zum Abendessen traf ich mich mit ein paar Freunden zum Pizza-Essen in „Lukes Kitchen“ einem bekannten Restaurant in Kuaotunu ca. 20 Minuten von Whitianga entfernt. Nachdem wir anschliessend noch den Sonnenuntergang am Strand genossen hatten, ging es – wie könnte es anders sein – zurück nach Whitianga ins Pub.

Am Anfang der Woche hat mir jeder gesagt: „Die erste Woche ist die Schwerste! Wenn du die schaffst, dann schaffst du alles.“ Auch wenn man von meiner Karaokeeinlage einmal absieht, war diese Woche überhaupt nicht „schlimm“ im Gegenteil. Ich fühle mich wohl hier und freue mich auf die Wochen die kommen.

1 Kommentar

  1. Ooh toll, liebi Sabrina, das tönt jo super guet! Was du scho alles ide erschte Wuche erläbt häsch! Hihi, das mit em Karaoke hät jo grad chli Muet brucht, aber ebe, du häsch das sicher prima gmeischteret. Und au dini Beschriebig vode dinere Schuel tönt spannend! Anschiinend ganz anders, als mer sgwöhnt isch. Und wenn du denn no id Activity Class chasch wechsle, gits sicher no viiiil meh Abwechslig und bsunderi Erläbnis. Denn isch es jo grad guet, wenn du chasch bi dine „Grosseltere“ usspanne und abefahre -:)!!!!
    Schöni Föteli, wo d’Stimmig guet widerspieglet!!!
    Ich wünsch dir witerhin gaannz en gueti Zyt und en liebe Knuddel
    dis Gotti

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