Die Ankunft

Heute ist es endlich soweit nachdem wir solange auf unseren Sprachaufenthalt gewartet haben und auf alles hingefiebert haben, begann heute endlich unser Aufenthalt in Cambridge.

Zufälligerweise war der Tag unserer Abreise auch zugleich mein 20. Geburtstag. Als ich um ca. 9.30 Uhr aufwachte, wurde ich mit einer tollen Oreo-Pancake-Torte überrascht, die Mami für mich (uns) gemacht hat. Nachdem wir diese genossen haben, durfte ich noch ein paar Päckli auspacken.

Danach war es schon bald Zeit den Koffer fertig zu packen und sich von meiner Familie zu verabschieden. Mami brachte mich noch bis auf Lenzburg, wo ich mich mit Jana und Céline traf um zum Zürich Flughafen zu fahren. In Zürich am Bahnhof mussten wir umsteigen und nachdem der Zug nach 5 Minuten immer noch nicht abgefahren war, kam dann die Durchsage, dass der Zug wegen einer Notbremsung nicht würde fahren können. Ein Ersatzzug fuhr 2 Minuten später, sodass wir auch gleich einmal mit Sack und Pack quer durch den Bahnhof rennen durften. Den Zug haben wir dann glücklicherweise noch erwischt und wir kamen doch noch rechtzeitig am Flughafen an. Nachdem wir unser Gepäck eingecheckt hatten, vertrieben wir uns die Zeit damit die Leute am Flughafen zu beobachten und ein wenig über drei unserer Schulkollegen zu schmunzeln, die direkt vom Oktoberfest in München kamen und deshalb völlig zerstört waren.

Unser Flug startete mit ca. 20 Minuten Verspätung und verlief relativ ereignislos. Hier lernten wir auch das erste Mal unsere Klassenkameraden aus der KV Klasse kennen, die den Sprachaufenthalt zusammen mit uns in Cambridge verbringen würden.

In London angekommen stellte ich überrascht fest, dass das Wetter gar nicht so schlecht war, wie ich es erwartet hätte. Es regnete nicht und man sah sogar manchmal die Sonne durchscheinen. Wir wurden von einer Mitarbeiterin der Cambridge Studio School empfangen und zu unserem Car gebracht, der uns nach Cambridge fahren würde.

Langsam merkte man, dass die Leute nervös wurden. Vermehrt kamen Diskussionen über die Gastfamilie auf und wie man dort wohl empfangen würde.

Als wir um ca. 19.30 Uhr bei der Sprachschule ankamen war es bereits dunkel. Wir mussten noch kurz auf die Taxis warten, die uns zu unseren Gastfamilien bringen sollten. Ich war zusammen mit Tabea und Patric in einem Taxi.

Als erstes lieferten wir Tabea ab und fuhren anschliessend weiter zu Patrics Gastfamilie. Ich war sehr froh, dass der Taxifahrer einen nicht nur auslud und dann wegfuhr, sondern auch noch wartete um zu sehen, ob wir auch wirklich am richtigen Ort waren. Als wir bei meiner Gastfamilie in der ankamen, war im Haus alles dunkel. Nur in der Küche brannte ein Licht. Der Taxifahrer sagte mir, dass er schauen gehen wolle, ob das die richtige Adresse sei.

Leider hatte er nicht damit gerechnet, dass meine Gastfamilie einen Hund hatte. Als Ciara (meine Gastmutter) die Küchentür öffnete, sprang Conall, ein junger Goldenretriever artiger Hund heraus und begrüsste mich und den Taxifahrer mit freudigem Gebell. Der arme Taxifahrer mochte Hunde offenbar überhaupt nicht. Jedenfalls erschreckte er sich so sehr, dass er sich schreiend hinter mir zu verstecken versuchte. „Is this Nr. 1?“, brachte er gerade noch heraus und als Ciara nickte, rannte er zurück in sein Taxi und fuhr davon. Soviel dazu. Ciara und ich blickten uns an und mussten beide herzlich lachen. Somit war die erste Hürde erstmals überwunden und wir gingen immer noch lachend nach drinnen.

Dort lernte ich dann auch gleich Leon kennen, das mittlere Kind der Familie. Die jüngere Schwester Darcy und Vater John waren noch beim Schwimmen und Larry, der Älteste war bei Freunden.

Doch auch Darcy und John kamen kurze Zeit später nach Hause und dann gab es auch schon Abendessen. Rostbeef, Potatetos und Vegetables. Mal abgesehen davon, dass das Rostbeef ein bisschen trocken war, war das Essen in Ordnung. Ciara zeigte mir dann auch noch mein Zimmer und mein persönliches Bad. Der Raum in dem ich die nächsten zwei Wochen wohnen werde, ist nicht sehr gross, ausser einem Doppelbett und einer Kommode mit Spiegel hat nicht sehr viel Platz darin, doch es ist gemütlich hier. Allerdings ein bisschen kühl. Somit bewahrheitete sich die Voraussage unseres Englischlehrers, der uns warnte, dass es in den englischen Häusern im Vergleich zu Schweizerhäusern immer recht kalt ist. Nun bin ich froh, dass ich so viele warme Pullis mitgenommen habe.

So ging mein erster Abend bei meiner Gastfamilie zu Ende. Ich bin wirklich froh, dass ich es so gut getroffen habe und bin schon gespannt auf den restlichen Aufenthalt.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert