Von Schule, Universitys und Rugby

Als ich erwachte hörte ich draussen das Heulen des Windes und Regentropfen prasselten gegen das Fenster. Wenig begeistert, quälte ich mich aus dem behaglich warmen Bett. Nach dem Frühstück trat ich nach draussen und musste überrascht feststellen, dass das Wetter gar nicht so schlecht war, wie es sich vom Bett aus angehört hatte. Zwar war der Himmel wolkenverhangen, doch immerhin regnete es nicht. Auch war der Bus heute pünktlich und der morgendliche Verkehr hielt sich in Grenzen, sodass wir heute pünktlich bei der Schule ankamen.

Am Morgen übten wir weiter für die First Prüfung. Wir nahmen die Textart „Reviews“ durch. Jo zeigte uns einige Beispiele an Reviews über Cafés und Bars in Cambridge. Mittagessen, gab es in einem nahen chinesischen Takeaway Restaurant, doch der Service war mies, auch wenn die bestellten Frühlingsrollen gut schmeckten. Nachdem wir ca. 40 Minuten auf insgesamt 16 Frühlingsrollen warten mussten, blieben uns nur noch zehn Minuten zum Essen. Dieses Restaurant werden wir künftig sicher nicht in unsere Planung miteinbeziehen.

Am Nachmittag hatte Gary einen neuen Spitznamen für mich: „Witchy“ Ich glaube er zieht mich gerne damit auf! Doch immerhin gab er uns heute keine Hausaufgaben.

Nach der Schule wussten wir nicht so genau, was wir noch machen sollten, bevor wir zum Abendessen nach Hause gehen würden. Schliesslich beschlossen wir in der Stadt in ein Café zu gehen. Schliesslich bestellten wir uns in einem mexikanischen Restaurant Nachos. Danach ging Tabea mit einigen anderen aus unserer Klasse nach Hause, während Jana, Céline und ich noch etwas durch die Stadt liefen. Nicht weit hinter der Market Street stiessen wir auf Teile der Cambridge Universität. Wir hatten jedoch beschlossen, diese am Wochenende genauer ansehen zu gehen, weshalb wir die riesigen Gebäude nur von aussen bewunderten. Nicht weit davon entfernt fanden wir einen Buchladen, der ausschliesslich Bücher für das Studium an der Cambridge University verkaufte. Als wir uns gerade darüber unterhielten, wie das Schulsystem in England funktionierte (naja wir diskutierten eher lautstark), sprach uns ein Mann an, der, wie sich herausstellte, aus Basel war. Wir redeten eine Weile mit ihm, was wir hier tun und wo wir her waren, bevor wir wieder getrennte Wege gingen.

Um 17.00 Uhr nahmen wir den Bus Richtung Cherry Hinton und fuhren nach Hause. Zuhause gab es eine Art Zürigeschnetzeltes, welches in England natürlich nicht so heisst, aber sehr gut schmeckte. Zum Dessert gab es dann noch Schokoladeneis mit „salted caramel“ mampf! John, Larry und Leon schauten einen Rugby-Match New Zealand vs. Namibia. Die drei sind ganz angefressen von Rugby. Leon spielt in insgesamt drei verschiedenen Teams und hat viermal die Woche Training und am Wochenende stehen Spiele an. Larry spielt in der offiziellen Cambridge-Mannschaft, während John selbst Coach eines kleinen Rugby Clubs ist, in dem auch Leon spielt. Selbst Ciara und Darcy haben das Spiel gespannt verfolgt. Man merkt, dass Rugby hier ein Nationalsport ist.

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