Verspätungen

Als ich heute Morgen nach draussen kam, schien zum ersten Mal seit ich hier war so richtig die Sonne. Der Himmel war blau und es waren keine Wolken zu sehen. Fröhlich lief ich die kurze Strecke bis zum Bus. Ich war noch etwas früh dran, doch das störte mich nicht.

Zusammen mit Tabea und Jana wartete ich auf den Bus, der schliesslich erst mit 5 Minuten Verspätung ankam. Nur allzu bald wussten wir auch wieso. Im Vergleich zum Vortag hatte es noch mehr Verkehr und das Chaos war noch grösser. Der Bus stand sich Meter um Meter weiter Richtung Stadt und nach einer halben Stunde im Bus, in der wir noch nicht einmal die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten, war klar, dass wir nicht rechtzeitig in der Schule sein würden. Schlussendlich erreichten wir die Schule um 9.20 Uhr und waren somit zwanzig Minuten zu spät. Glücklicherweise waren nicht nur alle Schüler sondern auch fast alle Lehrer zu spät, sodass wir noch nicht einmal die Letzten waren.

Um ca. 9.30 Uhr konnten wir dann mit dem Unterricht starten. Der Morgen verlief danach ganz normal und ich denke die meisten in unserer Klasse freuten sich auf Gary. Denn es war zwar immer noch Schule, doch immerhin hatten wir dort viel zu lachen. Heute viel mir etwas Neues auf. Gary tendiert dazu, die letzte Nummer einer Aufgabe zu vergessen. Wenn eine Aufgabe alle Teilaufgaben von a – h hat, dann korrigiert er Teilaufgabe h einfach nicht mehr. Corinne, eine Mitschülerin aus unserer Klasse sagt dann immer: „Gary we haven’t looked at h“ und Gary antwortet: „Ohh… yes you are right, but who is the teacher?“ Ausserdem haben Jérôme und Tabea ihm weiss gemacht, dass sie ein Paar seien und Gary neigt dazu die beiden deswegen aufzuziehen, als Tabea ihm dann aber auch noch mitteilte, dass Céline „manchmal“ ebenfalls mit Jérôme zusammen sei, runzelte er verwirrt die Stirn und schien die Welt nicht mehr zu verstehen. Da alle Personen im Raum (Gary ausgeschlossen) wussten, dass weder Tabea noch Céline mit Jérôme zusammen war, war das Gelächter ab Garys Gesichtsausdruck nur umso lauter.

Als die Schule um 15.00 Uhr zu Ende war, fuhren wir mit dem Bus bis zu einem anderen Einkaufszenter in der Stadtmitte. Doch das stellte sich als sehr teures Shoppingzenter heraus und so schauten wir uns nur ein bisschen um und fuhren anschliessend nach Hause.

Wir hatten ausserdem beschlossen heute nicht mehr wegzugehen, denn niemand hatte richtig Lust dazu und wir waren alle recht müde, weshalb wir den Abend mit der Gastfamilie verbrachten.

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