Heute mussten wir relativ früh aufstehen, denn heute ging es zurück nach Dublin, wo wir den letzten Tag vor dem Heimflug verbringen wollten. Und wie es in vielen Filmen immer ist, so war es auch bei uns. Nach vielen Anstrengungen, nach neuen Begegnungen und Abenteuer. Dann, wenn man am Ende der Reise angelangt ist und es Zeit wird sich zu verabschieden, macht es einem auch das Wetter alles andere als leicht.

Nach so vielen Tagen an denen wir mit wolkenverhangenem Himmel, oder gar mit Regen aufgestanden sind, schien heute die Sonne vom strahlend blauen Himmel und begrüsste zusammen mit den Vögeln den neuen Tag.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, machten wir uns gegen neun Uhr schweren Herzens auf den Weg. Von Limerick aus fuhren wir alles auf der M7 Richtung Dublin. Irgendwo hielten wir mal an einer Raststätte und Mami und Papi tranken einen sehr heissen und nicht sonderlich guten Kaffee. Dann ging es weiter.

In Dublin angekommen, verfuhren wir uns, in dem verzweifelten Versuch, eine kostenpflichtige Zubringerstrasse zu umfahren ersteinmal ein bisschen. Nachdem wir das Clayton Hotel (wir haben den Zubringer schlussendlich doch benutzt) endlich gefunden hatten, checkten wir ein und brachten unser Gepäck aufs Zimmer. Anschliessend ging es sogleich los in die Stadt.

Wir flanierten die Temple Bar hinunter. Eine Fussgängerzone mit vielen Pubs und bunten Fahnen. Hier war sehr viel los und es wimmelte nur so von Touristen. Aus den Pubs drang Gesang von lokalen Sängern und beinahe an jeder Ecke stand ein Künstler, Sänger oder Musikant und trug den Zuschauern etwas vor. Eine Band ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Es waren vielleicht sechs Männer um die 25 – 30 Jahre alt, die teils bekannte, aber auch typisch irische Lieder spielten. Die Gruppe ist mir nicht deshalb so in Erinnerung geblieben, weil sie besonders gut waren. Nein. Den Sänger konnte man zum Teil über die laute Musik der Instrumente hinweg fast nicht hören und der Saxophonist hat nicht immer alle Töne getroffen, aber was mich wirklich fasziniert hat, war die Leidenschaft, mit der die Gruppe gespielt hat. Der Trommler, der im Rhythmus der Trommel wild mit dem Kopf genickt hat, der Mann mit der Trompete, der auf einem Bein im Kreis gehüpft ist und sogar bis ins Publikum hüpfte, während des Spielens. Und die Freude und Motivation in den Augen aller, wenn das Lied endete und sie den teils doch recht spärlichen Applaus entgegennehmen. Das hat wahrlich Eindruck gemacht, denn diese Leute haben einfach Freude am gemeinsamen Spielen und die Freude überträgt sich automatisch auch auf die Zuschauer. So etwas habe ich in der Schweiz nur selten gesehen.

Irgendwann liessen wir das Mini-Konzert hinter uns und gingen weiter. Wir verbrachten eine Weile in einem grossen Souvenirladen, bevor wir über eine der zahlreichen Brücken auf die andere Seite des Flusses gingen. Dort befindet sich eine grosse Shopping-Mall, wo Mami und ich uns von Papi und Fabi trennten und beide ein bisschen lädelen gingen.

Nachdem wir uns wieder getroffen hatten, liefen wir langsam zurück zum Auto. Bevor wir jedoch zurück ins Hotel fuhren, schauten wir uns noch die berühmte Statue der Molly Malone, das Wahrzeichen Dublins, an.

Zurück im Hotel assen wir noch eine Kleinigkeit, bevor wir auf unser Zimmer gingen.

 

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