Als ich heute Morgen wach wurde, war es schon nach 10.00 Uhr. Fabian schlief noch und Mami und Papi machten sich gerade auf ins Dorf um Frühstück einzukaufen. Ich las mein Buch zu Ende und ging anschliessend duschen. Um ca. 12.00 Uhr gab es dann ein spätes Frühstück und anschliessend spielten wir ein paar Runden Billiard. Da weder Fabian noch ich gross Lust hatten heute wegzugehen, gingen Mami und Papi am Nachmittag alleine auf unterwegs.
Da es über den heutigen Tag nicht viel mehr zu berichten gibt, möchte ich euch noch einige andere Dinge über Irland erzählen. Zum Einen ist da mal das Wetter. In Irland hat es während unseren Ferien jeden Tag mindestens einmal geregnet. Und manchmal kam es uns so vor, als ob die Iren gar nicht mehr wissen, was Sonnenschein wirklich heisst. So hat die Vermieterin unseres zweiten Hauses nach einem sehr verregneten Tag, als es gerade mal kurz aufhörte zu regen, zum Beispiel gesagt: „Ach schaut, nun schein ja wieder die Sonne.“ Dabei hat die Sonne keineswegs geschienen. Es hat lediglich aufgehört zu regnen, doch war der Himmel noch immer voller Wolken.
Zudem haben wir am zweiten oder dritten Tag festgestellt, dass bei uns unter dem Dach eine ganze Fledermaus-Kolonie wohnt. Über 100 Fledermäuse haben Mami und Papi gezählt, sie kommen aus einem kaum sichtbaren Spalt im Dach und machen sich in der Dämmerung zur Jagd auf. Wenn man gut hinhört, kann man sie auch hören. Und tagsüber zeugt der im wahrsten Sinne des Wortes „verschiessene Boden“ von ihrer Anwesenheit.
Mit fliegenden Tieren ist das so eine Sche. Gegen die Fledermäuse habe ich ja nichts, umso mehr habe ich gegen die winzig kleinen, fruchtfliegenähnlichen Viehcher, die es hier gibt. Das gemeine an ihnen ist, dass sie stechen, wie Mücken. Wegen ihrer Grösse hält man sie zuerst für ungefährlich, doch wenn man von einer ganzen Wolke von ihnen eingehüllt wird, ist es ratsam den Kopf einzuziehen und abzuhauen.
Über die Strassen in Irland und die Fahrweise der Iren, habe ich wahrlich schon genug erzählt. Es gibt jedoch noch andere Störefriede auf den Strassen Irlands. WEnn man so übers Land fährt, sieht man links und rechts oft Schafe, die friedlich auf ihren Weiden grasen. Normalerweise sind sie durch einen Zaun von der Strasse getrennt, doch kümmert es die Schafe nicht, im geringsten, ob sie sich auf der richtigen oder der falschen Seite des Zauns befinden.
So kann es durchaus passieren, dass man eines oder mehrere Schafe direkt am Strassenrand oder gar auf der Strasse antrifft. Deshalb ist es stets ratsam, gut aufzupassen, wenn man übers Land fährt in Irland. Denn leider haben die Schafe noch nicht gelernt, dass Autos nicht wegrennen, wenn man sie an-„määht“.

