Heute ging es ab in den Norden, Unser Ziel: Der nördlichste Punkt von Irland. Eigentlich wollten wir um 9.00 Uhr starten, doch wie es so ist mit den guten Vorsätzen… meistens hält man sie dann doch nicht ein. So machten wir uns erst um ca. 10.30 Uhr auf den Weg nach „Malin Head“.
Unser Weg führte uns auf der N13 über Letterkenny nach Fahan, wo wir einen ersten kurzen Stopp einlegten um einen alten Friedhof zu besichtigen. Dort befand sich das Grab von Agnes Elizabeth Jones. Sie war Krankenschwester im 19. Jahrhundert und wurde für ihre gute Arbeit geehrt. Ausserdem befand sich auf dem Friedhof des alten Klosters auch noch eine alte Kreuzplatte die mit kunstvollem Flechtwerk überzogen ist. Nachdem wir den Friedhof besichtigt hatten, ging es weiter Richtung Norden. Wir verliessen die grösseren Strassen und fuhren der Küste entlang. Um zum nördlichsten Punkt zu kommen, mussten wir „The Gap of Mamore“ überqueren. Dies ist ein Pass mit einer sehr steilen Passstrasse (bis 30% Steigung). Eine schnurgerade Strasse führt den Hang hinauf und wenn man den höchsten Punkt erreicht hat, kann man auf der anderen Seite plötzlich den Ozean sehen. Ein Blick zurück erlaubt einem die Aussicht auf einen grossen Windpark, wie man sie hier in Irland oft antrifft.
Die Abfahrt auf der anderen Seite des Passes ist mindestens genauso steil wie der Anstieg. Dabei konnten wir einen tollen Ausblick auf die Umgebung und das Meer geniessen.
Nun fuhren wir ohne Halt bis zum „Malin Head“ dem absolut nördlichsten Punkt Irlands. Zusammen mit einigen anderen Touristen standen wir uns die Strasse zum alten Aussichtsturm hoch. Mit Müh und Not ergatterten wir noch einen Parkplatz und konnten nun endlich die grossartige Aussicht geniessen.
Zwar hatte es viele Leute am nördlichsten Punkt, doch das war zu erwarten gewesen und es störte uns nicht weiter.
Zu Fuss liefen wir noch ca. 1 km weiter nach Westen, denn dort sollte sich laut Wegweiser ein Ort namens „Hells Hole“ befinden. Der Höhlenschlund ist eine sehr enge und sehr tiefe Felsenschlucht, in der man unten die Wellen gegen die Felsen schlagen sehen kann. Wirklich ein sehr beeindruckender Anblick.
Nachdem wir nun schon solange unterwegs waren, kehrten wir in einem kleinen Café ein, in dem wir nicht nur etwas zu Trinken, sondern auch fantastisch Club-Sandwiches bekamen. Wir beschlossen auf der Heimfahrt die andere Seite der Halbinsel hinunterzufahren. Gesagt getan und so fuhren wir bis nach Moville und von dort aus auf der R238 zurück Richtung Letterkenny.
In Burt machten wir noch einmal eine Pause und besichtigten den „Grianán of Aileach“. Das ist ein restauriertes Steinfort, welches ein historisches Zentrum von Kultur und Politik in der Zeit der frühirischen Herrscher (800 v. Chr.) war. Das Fort ist ein rundes Gebilde, das Innen wie ein Amphitheater mit mehreren Sitzebenen aufgebaut ist. Flache Stufen erlauben es einem die obersten Ränge zu erklimmen und von dort oben den fantastischen Blick auf das umliegende Land zu geniessen.
Es war nun schon etwas spät und wir waren müde von der langen Fahrt. Wir fuhren deshalb mit nur einem kurzen Stopp in Letterkenny, wo wir unser Abendessen einkauften, nach Hause.








