Als ich begonnen habe mich detaillierter mit dem Auslandsjahr zu beschäftigen, hatte ich von Anfang an die Wahl den ganzen Sprachaufenthalt selber zu buchen, sprich mich direkt bei den Schulen in Neuseeland anzumelden und mit denen in Kontakt zu stehen, oder den Aufenthalt mithilfe einer Organisation zu buchen.
In der Folge liste ich einige Vor- und Nachteile auf, die diese beiden Varianten mit sich bringen:
Alleine buchen
| Vorteil | Nachteil |
| – Oft günstiger – Direkter Kontakt mit der Schule – Fragen werden direkt beantwortet |
– Zeitaufwändiger – Man muss alles selber organisieren (Visa, Kontakt Schule, etc.) |
Agentur
| Vorteil | Nachteil |
| – Ansprechsperson in der Schweiz – Hilfe bei der Organisation – Kein Kontakt mit der Schule (Keine sprachliche Missverständnisse) – Weniger Zeitaufwändig |
– Oft teurer – Man ist abhängig von einer Drittperson – Es gibt mehr Missverständnisse darüber, was man wirklich will. |
Es gibt sehr viele Vor- und Nachteile, die man bedenken muss, wenn man sich entscheidet ob man mit oder ohne Agentur reisen will.
Für mich persönlich ist es vor allem eine Preisfrage. Ein Auslandsjahr ist in jedem Fall sehr teuer, weshalb ich versuche „unnötige“ Ausgaben möglichst zu vermeiden. Dennoch habe ich mich schon im Herbst 2015 über verschiedene Organisationen informiert. Bei den meisten grösseren Agenturen kann man auf der Webseite unverbindlich und gratis Kataloge bestellen um sich über ihr Angebot zu informieren.
Ich habe also von ca. 4 oder 5 verschiedenen Agenturen Kataloge angefordert und mir diese genau angeschaut.
Im September 2016 habe ich das Thema dann wieder vertieft aufgegriffen und mir am Anfang Offerten von verschiedenen Agenturen für die von mir gewünschten Kurse eingeholt.
Ich habe zum Beispiel folgende Agenturen angefragt:
Pro Linguis (Studylingua Group)
Cosmolingua
Linguaservice
Spracherlebnis
BoaLingua
Natürlich gibt es auch noch andere Organisationen, die solche Sprachaufenthalte anbieten, doch ich habe mich für diejenigen entschieden, die mir persönlich sympathisch waren.
Leider erhielt ich auch nicht von allen Agenturen eine Antwort, oder aber dann war nach der ersten allgemeinen Anfrage schon klar, dass es nicht in Frage kommt, da die Agentur zum Beispiel nicht die von mir gewünschte Schule anbietet.
Schlussendlich habe ich mich entschieden bei Pro Linguis von ihrem unverbindlichen Beratungsangebot Gebrauch zu machen. Deshalb habe ich mich für ein Beratungsgespräch angemeldet. Pro Linguis wirbt damit, dass sie die günstigsten Preise in der Schweiz anbieten würden und dass sie die gleichen Preise verrechnen wie die Sprachschulen im Zielland.
Das Beratungsgespräch bei Pro Linguis hat ca. 40 Minuten gedauert und meine „persönliche“ Betreuerin hat mir in dieser Zeit viel über Neuseeland und das Angebot der Schulen dort erzählt. Im Grunde war es ziemlich spannend, sie hat mir jedoch für meinen Geschmack etwas zu viel um das herum geredet, was ich mir wirklich vorstelle.
Ich denke es war sehr wichtig und gut, dass ich schon so konkrete Vorstellungen hatte darüber, was ich wo dem Jahr machen möchte. Denn wenn man das noch nicht so genau weiss, dann ist es eher schwierig, da dir die Betreuungsperson in dem Gespräch auch nicht sagen kann, was du machen sollst.
Auf jeden Fall sind wir beim Gespräch dann so verblieben, dass sie mir in den kommenden Tagen eine Offerte zustellen würde.
Ich habe die Offerte dann ein paar Tage später auch erhalten. Hier hat sich für mich dann auch schon mal ein etwas negativer Punkt gezeigt und ein relativ grosser Nachteil daran, wenn man mit einer Agentur reist.
Die Offerte war leider überhaupt nicht auf das zugeschnitten, wie ich es mir vorstelle. Die Betreuerin hat mich schlicht anders verstanden, als ich es meinte.
Anstatt, dass sie mir einen Demi Pair Aufenthalt in Wellington offeriert hat, bekam ich eine Offerte für einen CPE Kurs in Auckland. Klar hatte ich gesagt, dass ich gerne einen CPE Kurs machen würde, aber in Kombination mit Demi Pair.
Naja, das war wohl einfach eine Fehlinterpretation der Agentur, dennoch, es braucht relativ viel Zeit mit der Agentur darüber zu verhandeln, was genau ich mir vorstelle und wie mein Sprachaufenthalt genau aussehen soll.
Deshalb empfehle ich allen sich auch direkt im Gastland zu informieren. Dies habe ich nämlich auch gemacht. Ich habe parallel zu den Abklärungen mit Pro Linguis angefangen mich selber um die Buchung des Sprachaufenthaltes zu kümmern. Dazu muss man sagen, man muss dann natürlich schon genau wissen, was man machen möchte. Da ich dies schon weiss, habe ich direkt über das Kontaktformular auf der Homepage der Sprachschule Kontakt aufgenommen.
Nebst einigen allgemeinen Fragen zur Schule habe ich auch jeweils um eine Offerte für den Sprachkurs gebeten. Auch hier wieder, es ist wichtig, dass man schon weiss, wann, wo, wie lange etc. der Kurs dauern soll. Und auch die gewünschte Unterkunft sollte man schon wissen. Dies sind nämlich alles Faktoren, die den Preis des Programms beeinflussen.
Zurzeit stehe ich also mit Pro Linguis in Kontakt und warte dort auf die neue Offerte für meinen Sprachaufenthalt und mache gleichzeitig Abklärungen darüber, was es mich kosten würde, wenn ich den Aufenthalt direkt in Neuseeland buchen würde.
