Heute wollten wir etwas weiter in den Süden fahren. Zwar hatten wir kein richtiges Ziel vor Augen, doch wir hatten uns die Region unterhalb von Sligo ausgesucht.
Am Morgen hatte es einige Male heftig geregnet, doch als wir um ca. 11.30 Uhr endlich von zu Hause aufbrachen, konnte man durch die Wolken schon den blauen Himmel erkennen.
Zuerst fuhren wir nach Sligo und von dort aus ging es weiter nach Westport. Das war ein kleines Städtchen, das obwohl es recht auf Touristen ausgerichtet ist, sehr hübsch aussah. Die bunten Häuser und vielen Cafés luden zum Verweilen ein. Zuerst wollten wir parkieren und die Stadt zu Fuss erkunden, dieses Vorhaben scheiterte jedoch in Ermangelung eines Parkplatzes.
Deshalb fuhren wir hinunter zum „Hafen“. Dort gab es aber keine Schiffe und Menschen waren dort auch fast keine zu sehen. Wir liefen die Strasse zwar einmal auf der einen Seite hinab und auf der anderen Seite wieder zurück, doch es gab nicht viel Interessantes zu sehen, weshalb wir recht bald weiterfuhren.
Wir hatten Glück mit dem Wetter. Es schien doch tatsächlich mal die Sonne und ausnahmsweise sah man mal mehr blauen Himmel als Wolken.
Das mit dem Wetter ist in Island sowieso so eine Sache. Man könnte meinen hier herrsche Dauer-April-Wetter. Im einen Moment scheint die Sonne und im Nächsten schüttet es, wie aus Eimern. Dazu weht meist ein recht kalter Wind, was die angenehmen Temperaturen um die 20 °C etwas kühl erscheinen lassen. Alles in allem hatten wir bisher aber recht gutes Wetter. Es regnete zwar mindestens einmal am Tag, doch mit der richtigen Ausrüstung ist das alles kein Problem.
Inzwischen war es schon 16.00 Uhr, wir hatten für die Fahrt bis nach Westport ca. 4 Stunden gebraucht und es war damit zu rechnen, dass wir für die Rückfahrt mindestens genauso lange benötigen würden.
Nach einer kurzen Beratschlagung was wir noch tun wollten, beschlossen wir, noch an einen nahen Strand zu fahren.
Ich hatte das Gefühl, noch irgendetwas unternehmen zu müssen, denn ich wollte nicht umsonst so weit gefahren sein. Und ich denke den anderen ist es wohl ähnlich gegangen. Wir suchten auf der Karte den nächstliegenden Strand und fuhren los.
Am Strand hatte es einige Familien, die sich zum Teil wagemutig in die Fluten stürzten. Uns jedoch war das Wasser entschieden zu kalt und so spazierten wir nur am Strand entlang und zeichneten Linien in den Sand. Nach einer Weile hatten wir genug vom Herumlaufen und gingen zurück zum Auto.
Die Rückfahrt zog sich in die Länge, sodass wir erst um 20.00 Uhr zu Hause ankamen. Die Sonne schien auch hier noch und wir setzten uns für einen Apéro nach draussen, wo wir einen tollen Sonnenuntergang geniessen durften.



