Heute haben wir den Morgen zu Hause verbracht. Nicht, dass wir das wirklich so beabsichtigt hätten, nein, wir hatten alle einfach keine grosse Lust weg zu gehen. Es regnete immer wieder stark und alle gingen ihren eigenen Beschäftigungen nach.
Es war nach 12.00 Uhr, als wir beschlossen noch an einen nahen Strand zu gehen. Ins Auge gefasst hatten wir einen Strand in der Nähe von Partnoo, der sehr schön sein sollte. Also fuhren wir über Donegal nach Ardara und von dort auf eine Strasse die uns der Küste nach nach Portnoo führen würde.
Ich habe den Fahrstil der Iren schon einmal beschrieben, an dieser Stelle nun jedoch noch eine kleine Ergänzung. Wie schon gesagt, die allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung liegt meistens bei 80 oder 100 Stundenkilometer. Nun kommt aber das Verwirrende an dem Ganzen. Manchmal stehen wichtige Informationen zu den Verkehrsregeln auf der Fahrbahn. So wird man zum Beispiel öfter mit einem „Slow“ darauf hingewiesen, dass man hier vorsichtig fahren soll. Oft steht dann einige Meter darauf ein „Slower“, um den Hinweis zu verdeutlichen.
Das rhetorische an der Sache ist, dass kaum 10 Meter nach dieser Warnung dann meistens ein Schild kommt, dass man max. 100 h/km fahren darf. Sind 100 h/km etwa slow`?
Nach einer kleinen Rundfahrt kamen wir schliesslich zu besagtem Strand. Dieser Strand war im Vergleich zum etwas mickrigen Strand am Vortag wirklich fantastisch. Riesengross und mit wenigen anderen Leuten.
Wir spazierten lange am Strand entlang, badeten unsere Füsse im erstaunlich warmen Meer, sammelten Muscheln und genossen einfach das Sein.
Zudem war das Wetter beinahe perfekt, nur einige wenige Wolken waren am Himmel zu sehen und vom Regen vom Vormittag war weit und breit nichts mehr zu sehen.
Nachdem wir wieder zurück beim Auto waren, kehrten wir in einem Bistro in Strandnähe ein. Da es schon gegen den Abend zuging und dies unser letzter Abend im Norden war, wollten wir gerne noch in einem Restaurant in Donegal essen gehen.
Wir hatten das Restaurant im Laufe der Woche entdeckt und nun wollten wir schauen, ob „The Harbour“ so gut war, wie die Kritiken sagten. Und man kann glaube ich wirklich sagen, dass es ein Volltreffer war.
Glücklich und zufrieden fuhren wir zum Rhododendron Inn zurück. Dort angekommen packten wir schon mal unsere Koffer, damit wir am nächsten Morgen früh los konnten.







